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Scheune aus Handorf

Scheune aus Handorf

Die Scheune aus Handorf (Baujahr 1665) komplettiert das Ensemble um den Hof Meyn, einem großen Bauernhaus aus der Winsener Marsch.

Die Scheune weist einige Besonderheiten auf:

  • Die Scheune ist aus massivem Eichenholz gebaut, obwohl Eichen in der Marsch nicht wuchsen. Das Holz musste also auf der Elbe geflößt werden. Die Scheune ist mit einer Grundfläche von 8 x 12 m etwa drei Mal so groß wie andere bekannte Heuscheunen aus dieser Zeit.
  • An einem Dachgiebel ist noch ein Teil der alten Roggenstroh-Eindeckung samt der traditionellen Bindung (Weidenruten) erhalten. Roggenstroh wurde nur noch bis ca. 1880 genutzt, da es höchstens 50 Jahre hält. Widerstandfähiger ist Reet, das bei guter Pflege 80 bis 90 Jahre überdauert.
  • Die Scheune ist als einzige dieser Art im nördlichen Niedersachsen so gut erhalten. Sie zeigt nur wenige Umbauten, die in die ursprüngliche Substanz eingegriffen hätten. 

An ihrem ursprünglichen Ort diente die Scheune zur Lagerung von Viehfutter. Vieh war in der Marsch ein wichtiges Wirtschaftsgut. Da die Marsch durch die Elbe gut an den großen Wirtschaftsraum Hamburg angebunden war, konnte lebendes Vieh dort auf den Märkten verkauft werden. Für den langen und harten Winter musste Viehfutter gelagert werden, daher entstanden in der Marsch eigene Gebäude dafür. In weniger ertragreichen Gebieten, wie z. B. der Lüneburger Heide, gab es solche Scheunen nicht.

Sehen Sie die Scheune aus Handorf in unserem interaktiven Rundgang!


FSJK

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