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Widderanlage

Widderanlage

Der Widder ist eine selbsttätige Wasserpumpe, sie wird allein durch Wasserkraft angetrieben. Damit wurde Quellwasser ununterbrochen Tag und Nacht in eine größere Höhe heraufgepumpt.

Die Widderanlage im Freilichtmuseum ist eine Rekonstruktion im Zustand um 1910. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden überall in Norddeutschland lokale Anlagen für die Trinkwasserversorgung. Die starke Zunahme der Bevölkerung und die intensivierte Landwirtschaft, in der die Viehhaltung eine größere Rolle spielte, hatten den Wasserbedarf auf den Höfen erhöht.

Der Franzose Michel Joseph Montgolfier hatte diese selbsttätig arbeitende Technik 1796 entwickelt. Mit Hilfe des Widders konnte Quellwasser in große Höhen gepumpt werden, so dass im Leitungsnetz ein ausreichendes Gefälle entstand. Dabei nutzt der hydraulische Widder die Stoßkraft, die in einem Rohr fließendes Wasser abgibt, wenn dessen Lauf schlagartig gestoppt wird. Bei Erreichen eines bestimmten Fließdrucks öffnet sich das Stoßventil und schließt sofort wieder. Dadurch wird ein Teil des Wassers durch ein zweites Ventil – das Steigventil – und eine Steigeleitung auf eine größere Förderhöhe gestoßen. Durch den abfallenden Druck in der Leitung schließt sich das Steigventil; das Stoßventil öffnet sich, und das Spiel beginnt von neuem.
Die Kraft, die das Wasser entwickelt, erinnerte den Erfinder Montgolfier an die Stöße eines Widders und gab der Anlage so ihren Namen.




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