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Schafstall aus Wesel

Schafstall

Der Krummsparrenbau, bei dem die Dachsparren aus krumm gewachsenen Hölzern bestehen, die bis zur Erde reichen, wurde um 1600 errichtet. Diese Bauweise hat den Vorteil, dass sich auf der Arbeitsfläche im Inneren keine störenden Ständer befinden.

Dieser Außenstall befand sich etwa einen Kilometer vom Hof entfernt und diente der nächtlichen Unterbringung der Schafherde. 1962 wurde der 12,50 x 6,40 m große Stall auf das Museumsgelände versetzt.

Schafstall 2

Die Schäferei war ein wichtiger Erwerbszweig der Heidebauern. Jeder Heidebauernhof besaß ein bis zwei Schnuckenherden, mit bis zu 700 Tieren. Auf den nährstoffarmen Böden der Heide war bis ins 19. Jahrhundert nur begrenzt Landwirtschaft möglich, deshalb waren die genügsamen Heidschnucken ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Sie lieferten Fleisch und Wolle, die zum Teil verkauft, zum Teil selbst versponnen und weiterverarbeitet wurde. Zusätzlich hielten die Schnucken die Heideflächen offen, indem sie die jungen Baumsprösslinge abfraßen. Noch heute werden im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide zu diesem Zweck Heidschnucken gehalten.

Die Schäfer genossen in der Hausgemeinschaft hohes Ansehen. Da sie sehr naturverbunden lebten, besaßen sie meist auch ein großes Wissen über Heilkräuter. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der um 1900 tätige Schäfer Heinrich Ast aus Radbruch, der sogar als Wunderheiler galt. Im Museum ist ein Schäfer Ast-Garten eingerichtet, der einige der gebräuchlichen Heilkräuter zeigt.


Museumsbauernhof

...den Museumsbauernhof Wennerstorf?




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