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Der Nutzgarten aus den 1950ern an der Nissenhütte

Nutzgarten vor der Nissenhütte

Die Lebensbedingungen in den Notunterkünften nach dem Zweiten Weltkrieg waren alles andere als komfortabel. Tausende Menschen, die durch Bombenangriffe oder Vertreibung alles verloren hatten, lebten teils jahrelang in den engen Nissenhütten. Zur Selbstversorgung und um sich ein kleines Zubrot zu verdienen, legten sie zwischen den Hütten Nutzgärten an.

Auch die Nissenhütte am Kiekeberg besitzt einen solchen Nutzgarten. Erbsen, Wurzeln, Bohnen, Zwiebeln, Gurken und vitaminreiche, genügsame Beeren sind dort angepflanzt. Von dem Erlös kauften oder tauschten die Bewohner Lebensmittel wie Brot und Butter, die sie nicht selbst herstellen konnten. Die Hausfrau, die den Garten zumeist betreute, fand oft auch noch ein Fleckchen für Gartenblumen, wie zum Beispiel Astern und Lilien. Für die Viehhaltung jedoch, vor dem Krieg auf dem Land ein zentraler Bestandteil jeder Hauswirtschaft, ließ das kleine Stück Garten an der Nissenhütte keinen Platz. Allenfalls Kleintiere wurden gehalten.

Die Nutzgärten selbst waren nicht von Dauer. Denn wie die Notunterkünfte waren sie nur für eine Übergangsphase gedacht, bis Wohnungen und Häuser im zerstörten Nachkriegsdeutschland wieder aufgebaut waren. Die letzte Notunterkunft dieser Art wurde im Jahre 1962 in Hamburg abgebaut.


FSJK

...das freiwillige soziale Jahr in der Kultur?




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