1. Spatenstich für die Königsberger Straße

15. Juni 2018

Freilichtmuseum am Kiekeberg startet mit großem Bauprojekt zu der Zeit 1949 bis 1970

Förderer und Museumsleitung beim 1. Spatenstich: v. l. Monika Scherf (Landesbeauftragte, Amt für Landesentwicklung), Dr. Sabine Johannsen (Staatssekretärin, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur), Rainer Rempe (Landrat, Kreis Harburg), Michael Grosse-Brömer (MdB und Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU Fraktion), Birgit Honé (Misisterin Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung), Stefan Zimmermann (Museumsdirektor, Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg), Carina Meyer (Kaufmännische Geschäftsführerin, Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg), Heiner Schönecke (Vorsitzender, Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg), Klaus-Wilfried Kienert, Stiftungsratsvorsitzender, Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg), Brigitte Somfleth (Mitglied des Kuratoriums, Bingo-Botschafterin, Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung), Gerhard Oestreich, stellvertretendes Mitglied des Vorstands, Sparkasse Harburg-Buxtehude) - Bild FLMK

Baustart an der Königsberger Straße: Wir feierten am 15. Juni 2018 den symbolischen 1. Spatenstich mit Geldgebern und über 700 Mitgliedern des Fördervereins. Das neue Großprojekt bringt, nach jahrelanger wissenschaftlicher Vorbereitung, die Nachkriegszeit und die ersten Jahrzehnte der jungen Bundesrepublik ins Museum. Es entsteht ein Straßenzug mit sechs Gebäuden – einschließlich Gärten, Straßenlaternen, Litfaßsäule und Telefonzelle. Die Bauzeit ist auf sechs Jahre angelegt, das Finanzvolumen beträgt 6,14 Millionen Euro.

Birgit Honé, Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, überreicht den Förderbescheid des Förderfonds Hamburg/Niedersachsen der Metropolregion Hamburg an Rainer Rempe, Landrat des Landkreises Harburg, Museumsdirektor Stefan Zimmermann und Geschäftsführerin Carina Meyer. „Der Landkreis Harburg ist ein tolles Beispiel für gelungene Regionalentwicklung und das Freilichtmuseum am Kiekeberg der richtige Ort für das Projekt“, sagte die Ministerin, die das Freilichtmuseum am Kiekeberg seit vielen Jahrzehnten kennt. „Hier entsteht nicht nur ein touristischer Anziehungspunkt. Für die Bürgerinnen und Bürger der Metropolregion entsteht hier ein ganzheitlicher Ort, an dem sie ihre eigene Familiengeschichte im Kontext der Nachkriegsgeschichte wiederfindet werden.“

Den Großteil der Königsberger Straße wird durch Bundesmittel finanziert. Michael Grosse-Brömer, MdB und Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, hat diese Förderung initiiert. Er betont: „Das Projekt hat bundesweite Relevanz. Es vereint vorbildlich viele Aspekte: Es verkörpert Geschichte zahlreicher Vertriebener in einer extrem schwierigen Zeit und erinnert daran, was die Menschen früher leisteten. Es steht, zum Beispiel mit dem Fertighaus, für Innovationen und Wirtschaftsleistungen.“

Über zwölf Millionen Flüchtlinge, Vertriebene und Evakuierte, dazu zirka zehn Millionen ehemalige Zwangsarbeiter gab es in West-Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Landkreis Harburg nahm überproportional viele Menschen auf. Wohnten hier 1939 noch 62.602 Menschen, waren es zehn Jahre später bereits 124.397.

 



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