Schlauchturm Salzhausen

Schlauchturm Salzhausen

Der Schlauchturm und das benachbarte Spritzenhaus in Salzhausen zeigen die Entwicklung des regionalen Feuerlöschwesens. Am 22. Juni 1901 segnete der Gemeinderat einen Antrag der Feuerwehr ab, einen Schlauchturm zu errichten (Steigerturm mit Schlauchtrockenvorrichtung). Bereits am 29. Oktober 1901 lag die Bauzeichnung dem Gemeinderat vor und der Bau wurde beschlossen. Beide Gebäude sind 1902 fertiggestellt worden und bilden eine typische ländliche Feuerwehranlage aus jener Zeit.

Der Schlauchturm diente zum Trocknen der Wasserschläuche aus Leinen oder Hanf. Zum Unterbringen der pferdegezogenen Handdruckspritze und weiterer Geräte wurde das Spritzenhaus gebaut.

Bisweilen diente der Salzhausener Turm auch als Arrestzelle für Landstreicher. Da der Turm allerdings unter sich nur einfachen Erdboden hatte, haben sich einige Arrestanten durchgegraben und konnten so in die Freiheit fliehen.
Das Ensemble aus hölzernem Schlauchturm und Spritzenhaus ist heute einzigartig. Früher gehörten diese Gebäude zu fast jedem Ort mit einer Feuerwehr. Schlauchtürme sind bis heute in mehreren Orten erhalten und einige davon noch in Betrieb. Der Salzhausener Turm mit seinem Buchenholzgerüst ist jedoch der letzte rein hölzerne im Landkreis Harburg und steht zusammen mit dem Spritzenhaus unter Denkmalschutz.
Ab 1986 wurde die Anlage gründlich restauriert. Sowohl im Schlauchturm als auch im Spritzenhaus sind kleine Ausstellungen zur Feuerwehrgeschichte ab 1988 untergebracht.

Öffnungszeiten
Im Sommerhalbjahr täglich geöffnet. Führungen nach Absprache.

Anfahrt
A7, Ausfahrt Garlstorf, von dort nach Salzhausen. Der Schlauchturm steht an der Winsener Straße.

Es wird kein Eintritt erhoben.

Ihr Ansprechpartner
Dr. Ilja Braunmüller
Tel. (040) 79 01 76-29
braunmueller[at]kiekeberg-museum.de


Ehrenamt

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