Sägewerk Wulfsen

Sägewerk Wulfsen

Die Wasserkraft ist die wichtigste Energie im frühen Industriezeitalter gewesen. Damit wurden Textilmaschinen ebenso angetrieben wie Hammerwerke für die Metallverarbeitung. Auch die Mühle in Wulfsen südlich von Winsen (Luhe) diente mehreren Produktionen: Hier wurden Mehl und Schrot gemahlen, Graupen und Grütze geschält, Öl geschlagen, Lohe gestampft und Filz gebokt.

In Wulfsen bilden die Mühle, das Sägewerk und Wohnhaus des Müllers ein typisches Gebäudeensemble des nördlichen Niedersachsen aus dem 19. Jahrhundert. Vermutlich gab es an dieser Stelle schon seit dem 13. Jahrhundert eine Wassermühle. Das heutige Mühlengebäude an der zu einem Mühlenteich gestauten Au aber stammt von 1856. Seine aufwendige Bauweise und das als Villa gestaltete Wohnhaus des Müllers zeugen vom damaligen Wohlstand. 1895 wurde dem Betrieb ein Sägewerk in einem einfachen Zweckbau angegliedert. Sowohl das Sägewerk als auch die Mühle wurden in Wulfsen mit Wasserkraft angetrieben.

Für den Müller erhöhte diese Verbindung von Kornmühle und Sägewerk die wirtschaftliche Sicherheit: Mit dem Betrieb des Sägegatters überbrückte er Leerlaufzeiten in der Mühle. Dabei modernisierte er seinen Betrieb stetig weiter: 1909 ersetzte er das Wasserrad durch eine Turbine, von 1920 bis 1939 erzeugte er damit auch Strom für seinen Betrieb und die Nachbarschaft. In den 1960er Jahren wurde der Betrieb eingestellt, doch das Sägewerk blieb erhalten.

Öffnungszeiten
ganzjährig, Führungen nach Absprache

Anfahrt
A7, Ausfahrt Thieshope, von Thieshope weiter über Pattensen nach Wulfsen. Das Sägewerk steht am Mühlenteich.

Es wird kein Eintritt erhoben.

Ihr Ansprechpartner
Professor Dr. Rolf Wiese
Tel. (040) 79 01 76-40
wiese[at]kiekeberg-museum.de


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